Kadetten Schaffhausen (Sui)

Kadetten Schaffhausen (Sui)

Goran Perkovac wurde als Captain der Kroatischen Handball Nationalmannschaft 1996 Olympiasieger in Atlanta. Im Final besiegten sie Schweden.

Kadetten Schaffhausen 2004/2005 Meister, Cupsieger und Supercupsieger in der Schweiz.

Trainer – Goran Perkovac

Medientext Kadetten Schaffhausen Handball (Version 02.07.05)

 

 

 

Schaffhausens sportliches Aushängeschild

 

Die Schaffhauser Kadetten haben im Schweizer Handball einen sehr guten Namen. Die Munotstädter zählen zum „festen Bestand“ der Swiss Handball League. In der Saison 2004/2005 gewannen die Kadetten Schaffhausen erstmals den Titel eines Schweizer Meisters. Zudem errangen die Schaffhauser auch zum dritten Mal den Schweizer Cupsieg sowie den Sieg im Supercup unter Erfolgstrainer Goran Perkovac.

Mit den siegreichen Finalspielen in den Schweizer Cupfinals 1999 unter Trainer Matjaz Tominec und 2004 unter Trainer Goran Perkovac erreichten die Nordostschweizer die beiden ersten Nationalen Titel. Das Vordringen in Runde 4 im EHF-Cup in der Saison 2001/2002 unter Trainer Peter Bruppacher und Topskorer Attila Kotorman war ein weiterer Höhepunkt in der jüngeren Vereinsgeschichte.

 

Die Kadetten haben neben dem Handballverein (der Leistungssport wurde in eine Aktien-gesellschaft ausgegliedert) weitere rechtlich selbständige Vereine, die alle unter einem 1791 gegründeten Dachverband zusammengefasst sind. Die Handballer der Kadetten schafften vor mehr als 25 Jahren erstmals den Sprung in die Nationalliga. Der heutige Präsident Giorgio Behr war damals Trainer. Mit dem 149fachen ungarischen National-spieler Pal Kocsis gelang den Schaffhauser Kadetten der Sprung in die höchste Liga. Der Zuzug des slowenischen Ausnahmekönners Aleksander Vuga im Sommer 1990 machte es den Kadetten möglich, in der NLA (heutige Swiss Handball League) Spitzenplätze zu erreichen.

Anfang der 90er Jahre gab es einen einschneidenden Wechsel in der Vereinsleitung. Unter der Leitung des Universitätsprofessors und Unternehmers Giorgio Behr wurde ein Marketingteam aufgebaut – ein geschickter Schachzug – denn seither ist der Verein wirtschaftlich breit abgestützt und in der Region als sportliches  Aushängeschild verankert. Die auf Initiative des heutigen Präsidenten privat errichtete Sporthalle „Schweizersbild“ bietet zudem sämtlichen zehn Juniorenteams sowie den drei Aktivteams eine ideale Infrastruktur. Mit Spielern wie dem Ungaren Janos Fodor und dem Slowenen Aleksander Vuga etablierten sich die Kadetten ab Mitte der 90er Jahre in der nationalen Spitze.

Im Jugendbereich sind die Schaffhauser in den höchsten Juniorenklassen gut vertreten. Der Kadetten Jugendsport erhielt kürzlich das „Rookies“-Label vom Schweizerischen Handball Verband SHV. Mit dem Label „Rookies“ zeichnet der SHV Clubs aus, die sich in der Nachwuchsförderung nach besonderen Kriterien besonders verdient machten.

Die Schnittstelle zwischen Jugend- und Leistungssport bildet das Team Kadetten Espoirs unter der Leitung von Trainer Jürgen Beilke. Das Espoirs Team erreichte in vergangen Spielzeiten jeweils Spitzenränge und spielt nach dem überraschenden Aufstieg  in der kommenden Saison erstmals in der Nationalliga (zweithöchste Liga).

 

In der Saison 2005/2006 zeigt sich bereits in der dritten Saison der ehemalige Captain der Kroatischen Nationalmannschaft Goran Perkovac (u.a. Olympiasieger 1996 in Atlanta) für die sportlichen Geschicke des Fanionteams verantwortlich.

Mit den Zuzügen von Matthias Rauh vom Hamburger HSV aus der deutschen 1. Bundes-liga auf der Flügelposition rechts, Nachwuchshoffnung Elio Bucher auf der Spielmacher-position sowie Markus Krauthoff am Kreis ist Kadetten Schaffhausen für die kommenden schweren Aufgaben in der EHF Champions League gut gerüstet. Das Potential in der nationalen Meisterschaft wiederum Erfolge zu feiern ist sicherlich vorhanden.

 

Die Herausforderungen für die Schaffhauser in der Königsklasse kommen aus Spanien, Kroatien und Mazedonien

Oktober und November bedeutet in diesem Jahr für den amtierenden Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen Grosseinsatz. Dann nämlich stehen vom 1.10. bis 13.11. die Gruppenspiele der Champions League statt. Die Schaffhauser haben für ihr erstes Abenteuer in der Königsklasse eine schwere, wenn auch nicht gerade Aufgabe zugelost erhalten. Das Team von Goran Perkovac trifft auf Portland San Antonio (Spanien), RK Zagreb (Kroatien) und Pel. Kometal Bitola (Mazedonien).

Rang 1 oder 2 würde die Qualifikation für die Achtelsfinals bedeuten, Rang 3 immerhin noch für die Teilnahme an Cupsieger-Wettbewerb reichen. Während das spanische Team von Portland San Antonio ausser Reichweite der Kadetten liegen dürfte, müssten die Schaffhauser damit für diesen dritten Rang immerhin einen der drei Gegner hinter sich lassen. Was auf dem Papier gegen Bitola möglich sein könnte. Doch der Gang nach Mazedonien wird für die Schaffhauser sehr schwer. 

Portland San Antonio ist derzeit eine der absoluten Topadressen im Klub-Handball. Daran ändert auch nichts, dass der französische Ausnahmekönner Jackson Richardson in seine Heimat zu Champéry zurückgekehrt ist. Mit dem kroatischen Regisseur Ivano Balic gehört der derzeit wohl beste Spieler der Welt zum Kader der Spanier. Der Welthandballer des Jahres 2003 ist dank seiner Schnelligkeit und Übersicht äusserst unberechenbar.

Portland wurden in diesem Jahr mit der sensationelllen Bilanz von 56:4 Punkten zum zweiten Mal nach 2002 spanischer Meister. Auch auf der europäischen Bühne sorgten die Iberer schon mehrmals für Furore: 2001 entschieden sie die Champions League für sich, 2000 und 2004 gewannen sie den Cupsieger-Cup. In der vergangenen Saison schied San Antonio in der Königsklasse bereits im Achtelfinal gegen den späteren Sieger Barcelona aus, jedoch nur wegen der Auswärtstor-Regel. 

Die Schaffhauser konnten sich 1999 bereits selber von der Stärke der Spanier überzeugen: Damals blieben sie im Sechzehntelfinal des Cupsieger-Cup absolut chancenlos und schieden mit dem Gesamtskore von 50:64 aus. Auswärts kassierten sie eine 25:38-Packung.

Auch gegen RK Zagreb sind die Kadetten Aussenseiter, doch vor heimischem Publikum ist ein Sieg durchaus realistisch. Trainer Goran Perkovac wird gegen seine Landsleute besonders motiviert sein. Der Erfolgscoach ist in Kroatien nach dem Olympiasieg 1996 in Atlanta ein Held. Zagreb verfügt über eine exzellent besetzte Mannschaft: Mit Slavko Goluza, Niska Kaleb, Igor Vori, Denis Spoljaric und Goalie Valter Matosevic gehörten fünf Spieler dem kroatischen Team an, das im vergangenen Jahr in Athen Olympia-Gold holte. Spoljaric spielte in der Saison 2001/2002 für Pfadi Winterthur.

Der zweifache Meistercup-Sieger und vierfache Champions-League-Finalist bedeutete schon mehrmals Endstation für einen Schweizer Klub. Zuletzt scheiterte vor zwei Jahren Pfadi im Achtelfinal der Königsklasse an den Osteuropäern (56:61), nachdem die Winterthurer zu Hause 32:29 triumphiert hatten.

Mit Bitola erhielten die Kadetten die einzige Equipe aus dem schwächsten Topf zugelost, die sich nicht für die Champions League qualifizieren muss. Besonders vor den heissblütigen Heimfans sind die Mazedonier, die 2002 im Challenge-Cup-Final standen, nicht zu unterschätzen. Dennoch sind für die ambitionierten Schaffhauser zwei Siege gegen Bitola Pflicht, wenn Rang drei erreicht werden soll.

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